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Xen kurz nach der Resonanzkaskade.

„Die Grenzwelt, Xen, wird dank Ihnen jetzt wieder von uns kontrolliert.“
-- G-Man Half-Life

Xen, auch Grenzwelt genannt, ist eine Ebene, die zwei oder mehr Dimensionen verbindet. Sie wurde von Wissenschaftlern der Black Mesa Research Facility entdeckt, die trotz der enormen Risiken regelmäßig mithilfe von Teleportation dorthin reisten, um Proben der reichhaltigen Flora und Fauna zu sammeln und untersuchen.

Sie stellt die letzte Zuflucht der Rasse des Nihilanthen dar und ist der Ort, an dem sich die meisten außerirdischen Kreaturen der Half-Life-Reihe ansammelten, bevor diese im Zuge der Resonanzkaskade auf die Erde kamen.

Überblick Bearbeiten

Anders als auf einem Planeten oder einer künstlichen Struktur, wie einer Raumstation, befinden sich alle Orte, die der Spieler während der Half-Life-Reihe besucht, auf oder in asteroidenähnlichen „Inseln“, die in einer nebligen Leere schweben.

Auffällig ist die im Vergleich zur Erde sehr stark reduzierte Gravitation Xens. Da Xen jedoch nur aus massearmen Asteroiden besteht, ist es verwunderlich, dass es überhaupt eine spürbare Gravitation aufbringen beziehungsweise sogar eine dichte Atmosphäre halten kann. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die gesamte Leere eine dichte sauerstoffreiche Atmosphäre beinhaltet, da Xen sich in einer anderen Dimension befindet.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Gravitation in Xen immer nach unten wirkt anstatt zum nächsten Asteroiden, sodass man tatsächlich in die Leere darunter fallen kann.

Das genaue Schicksal von Xen nach dem Tod des Nihilanthen ist ungewiss. In Half-Life 2 sind die Teleporter des Widerstandes für intra-dimensionales Reisen abhängig von Xen, da der Materiestrom die Grenzwelt als Schleuder benutzt, um in einen irdischen Ort zu teleportieren. Der G-Man behauptet am Ende von Half-Life, er und seine „Arbeitgeber“ hätten Xen nach der Niederlage des Nihilanthen unter ihrer Kontrolle. Während der G-Man dies sagt, kann man im Hintergrund tote Marines, einen zerstörter Panzer und einen abgestürzten Kampfjet sehen, womit angedeutet wird, dass die amerikanischen Streitkräfte mit ihrer Mission scheiterten.

Ökosystem Bearbeiten

Die Xen-Asteroiden sind die Heimat einer großen Vielfalt an Flora und Fauna, die ein komplexes Ökosystem bilden. Obwohl sie zur Zeit von Half-Life Xen bewohnen, stammen alle diese Spezies von anderen Orten und wurden gezwungen, nach Xen zu fliehen, um ihren Feinden zu entkommen.[1] Während man sie größtenteils als leblos wahrnimmt, weist die Existenz von (rötlich-grünem) Wasser darauf hin, dass die Dimension für Lebewesen bewohnbar ist.

Manche Arten wie Kopfkrabben, Kletten, Bullsquids und Houndeyes scheinen (wenngleich auch mit ungewöhnlichen anatomischen oder physiologischen Eigenschaften) Nischen zu besetzen, die denen irdischer Fleischfresser ähneln. Allerdings erscheinen selbst diese Kreaturen zwergenhaft im Vergleich zu dem gewaltigen sechs Meter großen, vierbeinigen wirbellosen Tier, das als Gonarch bekannt ist und die letzte Stufe im Lebenszyklus einer Kopfkrabbe zu sein scheint.

In Xen häufig gesehen (und manchmal auch in Black Mesa, wo sie Alien Grunts transportieren) sind Mantas, die anscheinend mühelos durch die Leere gleiten. Es ist nicht bekannt, ob es sich bei diesen rochenähnlichen Wesen um lebende Kreaturen oder Kriegsmaschinen handelt, denen fortgeschrittene Biotechnologie zugrunde liegt (wie die der Combine). In der Schluss-Sequenz von Half-Life, und in manchen Gebieten von Blue Shift, kann man Boids beobachten, die in Scharen fliegen und Resonanzrufe von sich geben.

Die intelligenten Spezies von Xen, wie die Alien Controllers und Vortigaunts, sind Teil einer fortgeschrittenen Außerirdischen-Zivilisation, deren Militär durch Alien Grunts und Gargantua dargestellt wird. Während der Spieler in Half-Life voranschreitet, wird klar, dass diese Zivilisation von einer zentralen Intelligenz kontrolliert wird, dem Nihilanthen. Obwohl sie sich in vielen Dingen unterscheiden, teilen die Controllers, Vortigaunts, Grunts und der Nihilanth eine gemeinsame Morphologie, die den rudimentären dritten Arm in der Mitte des Brustkorbes einschließt, wodurch angedeutet wird, dass sie alle eng verwandt sind.

Einige Kreaturen, die in Xen auftauchen, lassen sich aufgrund ihres außergewöhnlichen Äußeren nur schwer zu Flora oder Fauna zuordnen. Stationäre biolumineszente Stängel tauchen in großer Anzahl in ganz Xen auf und ziehen sich zusammen, sobald man sich ihnen nähert. Die wesentlich größeren und extrem aggressiven (wenngleich auch selten angetroffenen) Tentakeln stellen eine enorme Gefahr für alle dar, die sich ihrer Grube nähern. Des Weiteren gibt es bizarre baumähnliche Strukturen, die spärlich in der Landschaft auftreten und eine jüngere oder gänzlich andere Form der Tentakeln zu sein scheinen. Diese „Bäume“ schwanken sachte und sehen aus der Ferne betrachtet harmlos aus, stechen aber brutal auf jede Kreatur in ihrer unmittelbaren Umgebung ein. Ferner gibt es auch seltsame trampolinähnliche Pflanzen, die man in Black Mesa und Xen beobachten kann, welche eine Luftstoß von sich geben, sobald man auf sie tritt. Eine ähnliche Art, welche sich öffnet und schließt und dabei einen Schwall Luft ausstößt, taucht ebenfalls in Xen auf.

Kolonialisierung und Zivilisation Bearbeiten

Nachdem die Combine die frühere Welt der Xen-Bewohner übernahmen, wichen die fliehenden Außerirdischen mithilfe von Teleportation nach Xen aus und kolonialisierten es mit ihren Gebäuden und ihrer Technologie (wodurch sie Xen auch eindringendes Getier und Schädlinge brachten). Die Gebäude für die Vortigaunts waren primitiv und es fehlte aufgrund ihrer Stellung als Sklaven an Luxus und Lebensnotwendigem (abgesehen von einem Heilungsbecken im Hinterteil). Die Gebäude der Vortigaunts sahen wie kleine Hügel aus, die von einem unbekannten Werkzeug gemeißelt wurden.

Die Militärkaste lebt in einer industrialisierten geblümten Xen-Basis. Der Nihilanth hat seine eigene persönliche Kammer, die von Vortigaunts und Alien Controllers schwer bewacht wird.

Hinter den Kulissen Bearbeiten

  • „Xen 2“ ist ein erwähnter Gegenstand, der Anfang 2004 an einer Tafel in Valves Hauptquartier gesehen und aus Half-Life 2 gestrichen wurde. Es ist unbekannt, ob es mit Xen in Verbindung steht, eine weitere Grenzwelt wie Xen ist oder ob es ein direkter oder indirekter Verweis auf Xen ist.
  • Der Begriff „Xen“ stammt vom griechischen Wort „Xenos“ (ξένος), was „fremd“ oder als Substantiv „der Fremde“ bedeutet. „Xenophobie“ ist der am häufigsten benutzte davon abgeleitete Ausdruck. Darüber hinaus wird die WAD-Datei, die die Xen-Texturen enthält, in den Half-Life-Spieledateien „xeno.wad“ genannt.

Trivia Bearbeiten

  • Xens Atmosphäre scheint der der Erde nicht unähnlich zu sein, da die Lebewesen von Xen keine Probleme damit zu haben scheinen, auf der Erde zu überleben.
  • Es gibt in der Tat einen lebenden Wissenschaftler in einer Seitenkammer des Nihilanthen. Man kann ihn im Raum mit dem Gargantua auf einem kleinen Felsvorsprung sitzend vorfinden.
  • Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass viele der Kreaturen, auf die man in der Half-Life-Serie trifft von Xen stammen. Dies ist tatsächlich jedoch nicht wahr, da sich alle Mitglieder der Rasse des Nihilanthen aufgrund einer Combine-Invasion auf deren Heimatplanet nach Xen zurückzogen.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.valvetime.net/threads/info-received-from-valve-only-no-questions-discussion.1298/page-22#post-1994259

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